30 Jahre Seehundstation
an der Nordfriesischen Nordseeküste

30 Jahre Seehundstation  an der Nordfriesischen Nordseeküste

Geburtstag in Friedrichskoog
Einen Geburtstagsfeier der besonderen Art gibt es zurzeit in Friedrichskoog: Die dort im Jahr 1985 durch die Gemeinde Friedrichskoog und den Landesjagdverband Schleswig-Holstein gegründet Seehundstation wird 30 Jahre alt.
Das Engagement für die sogenannten Heuler, also die dauerhaft von der Mutter getrennte junge Seehunde in den ersten Lebenswochen, für kranke Jungtiere und auch für verwaise Kegelrobben hat in der Region jedoch schon eine viel längere Tradition: Vor über 60 Jahren begann die Familie Rohwedder in Friedrichskoog, sich aus reiner Tierliebe privat im Garten und auf dem familieneigenen Kutter um die Heuler zu kümmern. Dieser selbstlose private Einsatz für die Tiere mündete dann nach 1969 mit der professionellen Einrichtung der ersten zentralen Aufzuchtstation im Nordsee-Heilbad Büsum. Als diese Station in Büsum 1991 die geschlossen wurde, verblieb die Seehund-Station in Friedrichskoog als einzige Station in Schleswig-Holstein.

Sie ist die einzige autorisierte Aufnahmestelle für verlassen oder erkrankt aufgefundene Robben in Schleswig-Holstein und setzt neue Maßstäbe in der naturnahen Dauerhaltung und Aufzucht von Seehunden. Die Pflege und das Aufziehen sowie die gesundheitliche Betreuung sind wesentliche Bestandteile der Arbeit der Station im Sommer.

Die Seehundstation ist bereits von weitem an der Trischenbake, der Seenotrettungsbake der Insel Trischen, die heute als Aussichtsturm hoch über das Informationszentrum und Freigelände der Station reicht, zu erkennen. Erwachsene und Kinder können ganzjährig Seehunde in den naturnah angelegten Becken an Land und durch die Unterwasserfenster beobachten, bei Fütterungen zuschauen, interessante Vorträge hören und das Informationszentrum mit vielfältigen Informations-, multimedialen Erlebnis- und Spielangeboten, speziell für Kinder und Jugendliche, besuchen.
Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit ausgesprochen wichtig.

Öffnungszeiten (ganzjährig, auch an Sonn- und Feiertagen):
März – Oktober täglich
09:00 bis 18:00 Uhr
November – Februar täglich
10:00 bis 16:00 Uhr

Fütterungszeiten:
März – Oktober täglich
10:30 Uhr, 14:00 Uhr und 17:30 Uhr
November – Februar täglich
10:30 Uhr und 14:00 Uhr

Und wer als Urlauber an der Nordsee weiter westwärts fährt, kann das niedersächsische Pendant dieser Einrichtung, nämlich die Seehundstation des Nationalpark-Hauses in Norden-Norddeich besuchen. Diese Seehundstation ist eine ebenfalls eine leistungsfähige anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger. Zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde, aber auch Kegelrobben, werden jährlich aufgezogen und in die Nordsee zurück gebracht. Die Seehundstation Norddeich ist zuständig für das Niedersächsische Wattenmeer, das als Nationalpark und Weltnaturerbe besonderen Schutz genießt. In der naturnah gestalteten Beckenanlage können Sie dort Seehunde auf den Liegeflächen, im und ebenfalls sogar unter Wasser beobachten.

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