Alkersum auf Föhr – Das „Museum Kunst der Westküste“

Alkersum auf Föhr – Das „Museum Kunst der Westküste“

 

 

Wer seinen Urlaub auf Föhr verbringt oder hier in einer der Reha-Einrichtungen unter ärztlicher Anleitung auf dem Weg der Genesung ist oder die Insel einfach nur als Tagesgast besucht, der sollte einen kleinen Abstecher nach Alkersum unternehmen.

 

 

 

Alkersum – Mittelpunkt der Nordseeinsel und Zentrum der Kunst

Das Dorf liegt im grünen Herzen der Insel und ist mit seiner äußerst interessanten Geschichte eines der ältesten Inseldörfer, war Alkersum doch seit ca. 4000 Jahren durchgehend bewohnt. Der Ortsname Alkersum (friesisch „Alkersem“) leitet sich vom altfriesischen Namen Aldger und hem, also „die Siedlung des Aldger” her.

Die Entfernung zum Strand in Nieblum beträgt ca. 2 km und bis in die Stadt Wyk sind es ca. 4 km. Vom Fähranleger im Hafen von Wyk ist Alkersum bequem mit dem Bus zu erreichen

An Ortsrand befinden sich mehrere Reiterhöfe, die durchaus eine  touristische Attraktion für diejenigen sind, für die das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt. Dazu bieten drei Reithallen die Möglichkeit, diese als Privatställe zu nutzen und den Aufenthalt auf Föhr mit ihrem „Partner“ Pferd ganz individuell zu gestalten.

Und für die Menschen, die sich mehr für Kunst und Kultur interessieren, befindet sich in der Mitte des Ortes das „Museum Kunst der Westküste“ mit einer hochkarätigen Gemäldesammlung, die aus rund 700 Gemälde und Grafiken besteht. Sie umfasst die Werke, die in den vier Nordseeanrainerstaaten Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden im Zeitraum von 1830 bis 1930 geschaffen wurde und sich auf das Generalthema „Meer und Küste“ konzentriert. Vertreten sind dabei Künstler wie u.a. Max Liebermann, Emil Nolde, Eugène Boudin, Max Beckmann, Edvard Munch, Peder Severin Krøyer, Otto Heinrich Engel, Christian Krohg, Michael und Anna Ancher oder Hans Peter Feddersen. Auch internationale zeitgenössische Kunst, vor allem Fotografie, hat in die Sammlung Eingang gefunden. So kamen in den letzten Jahren auch Werke der Gegenwartskunst, darunter Arbeiten von Frank Bölter, Anja Jensen, Martin Parr, Gerhard Richter, Trine Søndergaard, Mila Teshaieva und Volker Tiemann in die Sammlung.

 

Große Kunst auf kleiner Insel?

Die Frage, ob das Vorhaben, ein großes und modernes Museum für Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts auf der Insel Föhr zu etablieren funktioniert, mögen sich damals viele kunst- und kulturinteressierte Menschen gestellt haben. Immerhin werden solche Museen und Sammlungen überwiegend mit  großen und größeren Städten in Verbindung gebracht. Aber diese anfänglichen Bedenken waren unbegründet: Das „Museum Kunst der Westküste“, oder wie es im landläufigen Abkürzungswahn auch als „MKdW“ bezeichnet wird, hat sich seit seiner Eröffnung am 31. Juli 2009 zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Damit kann man die Idee des von der Insel Föhr stammenden Pharmaunternehmers Prof. Dr. h. c. Frederik Paulsen jr., seine hochkarätige Gemäldesammlung in eine gemeinnützige Museumsstiftung einzubringen und somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, als vollen Erfolg bezeichnen. Der

preisgekrönte Museumskomplex des Architekten Gregor Sunder-Plassmann, an dessen vorderer Front ein historischer Gasthof wiederaufgebaut wurde, in den schon vor über hundert Jahren Künstler wie Otto Heinrich Engel einkehrten, hat sich seit der Eröffnung längst als ein eigener Reiseanlass für den Besuch der Insel Föhr entwickelt.

Der Bekanntheitsgrad des Museums geht inzwischen bereits weit über Deutschlands Grenzen hinaus.

Mehrere wechselnde Ausstellungen im Jahr, die sich stets auf die eine oder die andere Art um das Thema „Meer und Küste“ drehen, erhalten immer wieder neue Zuschnitte, da der Umfang der Sammlung eine komplette, permanente Exposition nicht zulässt. Komplettiert werden die jeweiligen Präsentationen in einem attraktiven architektonischen Rahmen durch ausgewählte Leihgaben aus dem In- und Ausland.

 

Neue Ausstellung ab 4. März 2018 – „Faszination Norwegen“

Nach der Schließzeit des Museums, die vom 8. Januar bis zum 3. März 2018 dauerte, beginnt für dieses Jahr der Reigen der Ausstellungen mit dem Thema „Faszination Norwegen – Landschaftsmalerei von der Romantik bis zur Moderne“. Die bis zum 2. September 2018 andauernde Ausstellung zeigt aus der Sammlung Werke, die sich thematisch der norwegischen Landschaft widmen. So werden für die Überblicksausstellung etwa 50 Gemälde sowie einige Grafiken von Johan Christian Dahl bis Edvard Munch, von Peder Balke bis Frits Thaulow erstmals gemeinsam ausgestellt. Damit können entsprechende kunsthistorische Angelpunkte in der Entwicklung der norwegischen Landschaftsmalerei von der Romantik bis zur Moderne aufgezeigt werden.

Das künstlerische Thema „Norwegen“ ist in allen Ausstellungsräumen übergreifend präsent und wird durch sieben prominente Positionen, die die „Faszination Norwegen“ aus heutiger Sicht spiegeln ergänzt, wobei sich die Künstler in unterschiedlichen Medien wie der Fotografie, der Installation und der Videokunst im weitesten Sinn mit dem Thema „Landschaft in Norwegen“ auseinander setzen und „Norway Contemporary!“ präsentieren. Dazu wird eine Soloschau des norwegischen Fotografen und Journalisten Kåre Kivijärvi (1938-1991). präsentiert – seine erste museale Ausstellung in Deutschland.

Und natürlich erscheint zu dieser Ausstellung ein reich illustrierter Katalog in deutscher Sprache.

Für den Zeitraum vom 1. Juli 2018 bis zum 6. Januar 2019 ist eine Ausstellung mit Arbeiten der 1955 in Wuppertal geboren Künstlerin Susanne Kessler vorgesehen, die unter dem Thema „Odissea“ steht.

Ebenfalls bis zum 6. Januar 2019 dauert die am 9. September 2018 beginnende Ausstellung „Emil Nolde und das Meer“. Der Expressionist Nolde (1867–1956) hat sich intensiv und über Jahrzehnte mit dem Motiv des Meeres im Zusammenspiel von Luft und Wasser, Wind und Wellen auseinandergesetzt.

 

Trauungen im kunstvollen Ambiente

Seit Herbst 2014 ist das „Museum Kunst der Westküste“ zusammen mit dem Museumsrestaurant und dem Café „Grethjens Gasthof“ der sechste Ort auf der Insel Föhr, an dem man sich trauen lassen kann.

Als Außentraustelle des Standesamtes Föhr – Amrum I (zuständig für den Bereich der Insel Föhr) gibt es hier zwei Möglichkeiten, sich das „Ja-Wort“ zu geben: In der eleganten, intimen „Galerie“ im 1. Stock (kein Fahrstuhl) wo sich in der Regel die Fotografie-Ausstellungen befinden, bietet sich Platz für  kleinere Traugesellschaften bis zu 16 Personen.

Der große „Otto-Heinrich-Engel-Saal“ im Erdgeschoss mit Blick auf den romantischen Museumsgarten stellt das ideale Ambiente für größere  Hochzeitsgesellschaften bis 100 Personen inmitten der Meisterwerke des berühmten Berliner Künstlers und Föhr-Reisenden dar.

Im Museumsrestaurant kann man nach der Trauung das Mittagsessen einnehmen und/oder am Abend im großen Stil feiern.

Die Trauungen sind jeweils von dienstags bis samstags möglich.

Aber auch für die Besucher des Museums bieten Restaurant und Café drinnen und draußen im weitläufigen, sonnigen Garten kulinarische Erlebnisse bei feinen Speisen und selbstgebackenen Kuchen.

 

Museum Kunst der Westküste
Hauptstraße 1
25938 Alkersum
Tel.: 04681/ 74 74 00

Öffnungszeiten:

  1. März 2018 bis 31. Oktober 2018
    Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr/Montag geschlossen
  2. November 2018 bis 6. Januar 2019
    Dienstag bis Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr/Montag geschlossen

24., 25., 26. Dezember 2018 geschlossen

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