Bauen im Wattenmeer ?

Bauen im Wattenmeer ?

Nein Danke !

Dass Wohnungsbau zur Beseitigung personeller Engpässe in fast allen Bereichen auf Sylt wichtig und auch vorrangig ist, hat auch die Landesregierung Schleswig-Holstein erkannt und fördert seit Ende 2014 den Neubau von „sozial gebundenen“ Wohnungen auf der Insel.

Abhilfe für das Dauerproblem „Wohnraum auf Sylt“ möchte nun auch ein Investor mit einem attraktiv anmutenden Projekt schaffen: „Schwimmende Häuser vor Hörnum“.
Dabei sollen auf schwimmenden Pontons vor der Sylter Ostküste 10 schwimmende zweistöckige Holzhäuser entstehen, in denen sich jeweils 3 Wohnungen befinden sollen. Die untere Wohnung ist mit einer Größe um 90 bis 100 Quadratmetern vorgesehen, die zwei unteren Wohnungen mit jeweils 45 bis 50 Quadratmeter Wohnfläche.

Und sicherheitshalber wird auch schon betont, dass es sich hierbei sowohl um Dauerwohnraum für Insulaner aber auch um Ferienwohnraum für Urlauber handeln soll. Und natürlich wird auch gleich darauf verwiesen, dass bei einer Realisierung dieses Vorhabens nicht der Gedanke einer Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, sondern mehr Wohnraum für Einheimische.
Wer’s dann glauben mag…

 

Allerdings bläst dem Vorhaben u.a. sowohl von den Vertretern von Natur- und Umweltschutzverbänden, der Schutzstation Wattenmeer als auch von den kommunalen Gremien kräftiger Gegenwind entgegen: Das Gebiet, in denen die auf Pontons schwimmenden Häuser errichtet werden sollen, befindet sich im Nationalpark Wattenmeer.

Die Umweltverträglichkeit zur Erschließung von Baugründen in diesem sensiblen und gesetzlich geschützten Areal wird hier nicht nur infrage gestellt, sondern das Vorhaben auch strikt abgelehnt.

Nicht nur die bauliche Errichtung der Häuser mit denen sie untereinander und mit dem Land verbindenden Brücken- und Ponton-Konstruktionen sondern auch der laufende Betrieb würde eine starke und nicht vertretbare Beeinträchtigung der Tier- und Pflanzenwelt durch Lärm, Licht und Müllbelastung nach sich ziehen und zudem die Küste verunstalten. Dazu hat es dann auch noch aus Küstenschutzgründen eine Absage gegeben.

Der Hinweis des Investors, dass solche Vorhaben bereits in Hamburg, an der Schlei-Mündung oder auf Rügen erfolgreich umgesetzt seien sind wohl richtig, gehen im Kern aber eben an der Sache vorbei – hier haben wir, und das haben die anderen eben nicht, das einzigartige Weltnaturerbe Wattenmeer. Dessen Schutz und Erhaltung auch für spätere Generationen sollte uns allen am Herzen liegen.

Darum: Ein eindeutiges NEIN zur geplanten Bebauung!

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