Borkum

Borkum

Mit 30,7 km² ist die Insel Borkum nicht nur die mit Abstand größte der Ostfriesischen Inseln, sie ist auch mit 5137 Einwohnern die am stärksten besiedelte Insel der Inselgruppe. Teile der westlichsten Insel gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Stadt Borkum gilt als staatlich anerkanntes Nordseeheilbad und ist aufgrund ihrer zahlreichen Kureinrichtungen ein beliebtes Tourismusgebiet.

 

Geschichtliche Ursprünge der Insel

Nachdem die Insel erstmalig in der griechischen und römischen Geschichte als „Bohneninsel“ erwähnt wird und anschließend bis ins 13. Jahrhundert kaum Beachtung findet, wurden große Veränderungen der Küste durch eine gewaltige Sturmflut im Jahre 1781 zu Buche getragen. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert am 11. September 1398. Zu dieser Zeit galt die Insel als Unterschlupf von Seeräubern. Im Besitz der Insel waren zum Ende des 14. Jahrhunderts ostfriesische Häuptlinge, nach dem Jahr 1484 folgten im Anschluss die Grafen von Ostfriesland.

 

Entwicklung eng am Tourismus gekoppelt

Ihren wirtschaftlichen Aufschwung, erhielt Borkum durch den, etwa 1830, einsetzenden Badetourismus. Zuvor war die Insel in eine wirtschaftliche Depression gefallen, nachdem der Walfang, welcher den Einwohnern der Insel seit dem 17. Jahrhundert zu einer stabilen Wirtschafslage verhalf, im Jahr 1782 aufgrund des holländisch-englischem Seekriegs, eingestellt wurde.

Nachdem sich der Tourismus zwischen 1850 und 1900 vervielfachte (von 252 auf 16474 Badegäste), wurde die wirtschaftliche Depression überwunden und seitdem ist die Insel vom Tourismus abhängig. Im 20. Jahrhundert ergab sich allerdings, mit kurzen Unterbrechungen nach dem Ende des Ersten und Zweiten Weltkriegs, eine weitere Grundlage der Wirtschaftsentwicklung. Von 1902 bis 1996 war Borkum der Standort von Marineeinheiten. Nach der Beendigung dessen, wurde die Insel allerdings komplett abhängig vom Tourismus. So zählte die Insel im Jahr 2011 knapp 250.000 Urlauber. Durch diese Entwicklung und die insulare Verkehrsferne, die eine Industrieansiedelung nicht realisierbar macht, lebt nahezu jeder Bürger der Stadt vom Tourismus.

 

Kombination von Traditionen und der Moderne

Um die stetige Entwicklung voranzutreiben und im Konkurrenzkampf mit anderen Standorten wettbewerbsfähig zu bleiben, wurden in den letzten Jahrzehnten hohe finanzielle Investitionen von der Stadt getätigt. So wurde beispielsweise für den Kurbetrieb ein modernes Kurhaus mit Kurmittelhaus und Erlebnisbad errichtet, welches nicht nur eine Panoramasauna mit Blick auf die Nordsee umfasst, sondern auch die einzige Indoor-Surfanlage in Norddeutschland beinhaltet. Doch nicht nur die neuerrichtete Infrastruktur, wie ein Kino mit wechselnden Veranstaltungen oder der Kinderhort „Spielinsel“, der Kindern große Spielmöglichkeiten bei schlechtem Wetter bietet, prägen die Insel. Markante Bauwerke, wie die drei Leuchttürme der Insel oder die Borkumer Kleinbahn repräsentieren die historische Entwicklung der Insel, genau wie das Museumsschiff, das Feuerschiff Borkumriff. Ebenso lassen sich die Zeiten der Seefahrer und Walfänger in dem Heimatmuseum Dykhus und an den traditionellen Zäunen aus echten Walkinnladen wiederfinden und zu erkunden. Gepaart mit den zahlreichen Bademöglichkeiten und Wattwanderungen, bietet Borkum daher ein breites Spektrum an erkundenswerten Unternehmungen.

 

Weiterführende Informationen:

Bildnachweis: © vloenerjung – Fotolia.com

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