Das Nordfriisk Instituut

Das Nordfriisk Instituut

Eine nordfriesische Institution feiert 50. Gründungsjubiläum –

Das Jahr 2015 war nicht gerade arm an Jubiläen und Gedenktagen, wobei natürlich insbesondere der 25. Jahrestag der Deutschen Einheit im Focus des allgemeinen Interesses steht.

Aber auch solche Ereignisse wie der 150. Jahrestag der Gründung der Deutschen Gesellschaft zur RettungSchiffbrüchiger, der 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, der 50. Jahrestag der erstmaligen Ziehung der Lottozahlen im Fernsehen, der 150. Jahrestag der Erstausgabe der Lausbubengeschichten von „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch oder der 200. Geburtstag von Otto von Bismarck sind in diesem Jahr ganz oben auf der Liste festlicher Anlässe und Gedenken.

Ohne „großen Bahnhof“ ist das Jubiläum einer nordfriesischen Institution verlaufen, die für die Region doch von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit ist: Das NorfriiskInstituut in Bredstedt konnte auf den 50. Jahrestag seiner Gründung zurückblicken. Die Einrichtung, die sich seit 1990 in der ehemaligen Bredstedter Volksschule in der Süderstraße 30 befindet, präsentiert sich als die zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung insbesondere der nordfriesischen Sprache, der Geschichte und der Kultur.

Das Institut beherbergt u.a. das Auswandererarchiv des Kreises Nordfriesland mit den Daten vieler tausend nordfriesischer Auswanderer, wobei die wissenschaftliche Arbeit zur nordfriesischen Auswanderung einen Arbeitsbereich mit steigender Bedeutung darstellt.
Für Mitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit unterhält das Institut eine Präsenzbibliothek mit dem Schwerpunkt der Sammlung von Schriften und Publikationen mit Bezug auf regionale und sprachliche Themen als Arbeits- und Forschungsgebiete, die von Hochdeutsch über Plattdeutsch bis hin zur nordfriesischen Sprache und Sønderjysk reichen.

Bereits im Gründungsjahr 1965 wurden durch das Institut die ersten Ausgaben der Zeitschrift „NORDFRIESLAND“ sowie das „NORDFRIESISCHE JAHRBUCH“ herausgegeben. Beide Publikationen erhalten heute die Mitglieder im Verein Nordfriesisches Institut e. V. kostenlos.

Eine Aufwertung und gleichzeitige Würdigung der Arbeit des Instituts war die Angliederung der Einrichtung an die Universität Flensburg, wodurch eine die zentrale Anlaufstelle für interessierte Bürger, Studenten und (Hobby-)Heimatforschern in Sachen friesischen Sprach- und Kulturarbeit geschaffen wurde. Mitarbeiter des Instituts verbinden ihre wissenschaftliche Tätigkeit mit der Arbeit der Heimatforscher, denen die Mitgliedschaft in den Arbeitsgruppen Sprache und Literatur, Geschichte, Genealogie möglich gemacht wird. Nicht unerwähnt soll die Tatsache bleiben, dass aus einer ehemaligen Arbeitsgruppe des Instituts die mittlerweile rechtlich eigenständige Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland und Dithmarschen hervorging.

Vieles ließe sich noch zu dieser nordfriesischen Institution berichten, zu ihren hochmotivierten Mitarbeitern, zu einer ausführlicheren Würdigung der wissenschaftlichen und heimat- und sprachgeschichtlichen Tätigkeiten, zu den Möglichkeiten als Mitglied im Verein die Arbeit des NordfriiskInstituutsfür die Pflege, Förderung und Erforschung der friesischen Sprache, Geschichte und Kultur zu unterstützen. Und darüber, dass die Jubiläumsfeier zum 50. Gründungstag am 5. Dezember vorgesehen ist, an der dann auch der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, teilnehmen wird und – für das Institut von besonderer Bedeutung – der Erweiterungsbau am Hauptgebäude feierlich in Dienst gestellt wird.

Lokkischhejierdei! Herzlichen Glückwunsch

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