Das kleine einmaleins der Austern

Das kleine einmaleins der Austern

Austern – richtig zubereiten, stilvoll servieren und gekonnt verzehren
Nach den inzwischen überstandenen Fest- und Feiertagen mag sich der eine oder andere Gastgeber fragen, ob es vielleicht auch zum obligatorischen Fondue-Essen oder der gemeinsamen Runde um das Tischgrill etwas gibt, dass man seinen Gästen als einen besonderen Höhepunkt anbieten kann. Hier ein Tipp für etwas Außergewöhnliches und Extravagantes: Austern

 

Austern –nicht nur eine extravagante Delikatesse sondern Gesundheit pur
Austern haben einen vergleichsweise sehr geringen Fettanteil, was sie zu einer bevorzugt gewählten Vorspeise machen. Wenigen Anteilen an Fetten und Kohlenhydrate stehen ein Überfluss an Mineralstoffen und Vitaminen gegenüber. Austern enthalten reichlich die Vitamine A, B, B1, B12, D, E sowie Zink, Natrium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Jod, Selen und Magnesium – allesamt Nährstoffe, die der menschliche Körper zur Bildung und Stärkung von Blut, Knochen und Gewebe sowie des Bewegungsapparates benötigt.

Vorsichtige Zubereitung und stilvolles Servieren
Die Vorbereitung eines Austernessens in einer geselligen Runde sollte umsichtig erfolgen: Zum Einsatz kommen dürfen hier nur frische Austern, d.h. die Austern müssen noch lebendig sein! Muscheln, die sich vor der Zubereitung geöffnet haben, müssen sich bei Berührung wieder schließen. Dies ist der Beweis dafür, dass sie frisch sind.
Empfohlen werden kann insbesondere die „Sylter Royal“ als die einzige Auster, die in der deutschen Nordsee  gezüchtet wird und unter einer strengen Lebensmittelkontrolle steht. Mit ihrem fein-nussigen und nur leicht salzigen Geschmack wird sie auch diejenigen Gäste begeistern, die bisher mit Austern wenig oder keine Berührung hatten.

Allerdings: Es kann durchaus sein, dass nicht alle Gäste Austern-Fans sind und es auch nicht werden. Deshalb sollte man sicher sein, wie viele die Austern dann auch wirklich mögen. Pro Person sollten dann etwa sechs Austern für den Einkauf kalkuliert werden.
Der umsichtige Gastgeber wird auf jeden Fall die bereits geöffneten Austern servieren. Ein Öffnen der Austern am Tisch durch die Gäste wird als wenig höflich und als Fauxpas angesehen.

So erfolgt das Öffnenin der Küche unmittelbar vor dem Servieren und funktioniert am besten mit dem Austernmesser. Hier wird auch gleich das Fleisch der Auster von der Schale gelöst.
Als Frischeprodukt wird die Auster roh zubereitet und natürlich auch roh serviert wird – selbstverständlich gekühlt.
Dazu kann eine größere, hübsche und flache Schale mit zerstoßenen Eiswürfeln (Crushed Ice) gefüllt werden, worauf die Austern stets nebeneinander (nie übereinander) mit der geöffneten Seite nach oben vorsichtig angerichtet werden, so dass aus den Austern das Wasser nicht ausläuft.
Zwischen die Austern können Zitronenspalten dekorativ angeordnet werden – das Auge isst auch hier immer mit.

Ausgewiesene Feinschmecker bevorzugen ein paar Spritzer einer scharfen Soße (z.B. Tabasco) auf die Auster. Andere genießen sie mit einer Prise Pfeffer. Frisches Brot z.B. Weißbrot oder Baguette sollte auf jeden Fall mit auf dem Tisch stehen, vielleicht sogar angeröstet und mit Olivenöl beträufelt oder mit Butter bestrichen und mit fein geschnittenem Schnittlauch belegt.

Austern richtig essen!
Genauso roh, wie die Zubereitung erfolgte werden die Austern in der Regel ebenfalls roh, direkt aus der Schale, mit dem Austernwasser geschlürft. Das bei der Zubereitung bereits von der Schale getrennte Austernfleisch wird dabei durch leichtes Kippen der Auster in den Mund gleiten. Die Geräuschedes Schlürfens verstoßen hier übrigens nicht gegen gute Tischsitten!

Außerdem kann es sein, dass nicht jeder Gast das Austernwasser mag, weshalb es ebenfalls nicht gegen die gute Manieren verstößt, dieses in das Eis zu schütten und die Auster ohne Wasser zu schlürfen.
Und für denjenigen der die Auster nicht gerne schlürft, für den hat der umsichtige Gastgebern Austerngabeln – oder vergleichbare kleine Gabeln – bereit gelegt.

Vor dem Wunsch zu einem guten Gelingen und vor allem zum „Guten Appetit“ noch ein Hinweis aus der Wissenschaft: Diese hat herausgefunden, dass an der aphrodisierenden Wirkung, die Austern nachgesagt wird, doch etwas Wahres dran sein soll. Denn Austern sind reich an Zink, das die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron steigert.

Dann auch noch „Einen schönen Abend“!

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.