Freest – Ein idyllisches Fischerdorf am Peenestrom

Freest – Ein idyllisches Fischerdorf am Peenestrom

Einen Abstecher an die Ostsee oder mal den Stau verlassen.

Ungebrochen ist nach wie vor das Interesse der Urlauber an einem Aufenthalt in den Seebädern und Ortschaften der Insel Usedom. Lange Sandstrände, ein beschauliches und gemütliches Hinterland entlang des Achterwassers und der Peene, ein gut ausgebautes Netz an Radwegen, gastronomische Angebote für fast alle Preisklassen und vieles mehr locken inzwischen auch immer mehr ausländische Gäste.
Wer auf Usedom seinen Urlaub verbringt oder wer sich erst auf dem Weg über die im Sommer viel befahrene und oft mit nervigen Staus blockierte B111 in Richtung Usedom fährt, sollte ca. 1 km vor Wolgast eine Abfahrt nach links nehmen, die über den sogenannten Bücklingsweg auf die Krösliner Chaussee führt. Wenn man dieser folgt und sich an der nächsten Kreuzung rechts hält, erreicht man nach wenigen Kilometern den Ort Kröslin und dann den heute zur Gemeinde Kröslingehörenden Ortsteil Freest.

Fischerdorf mit Geschichte, mit Flair und – frischem Fisch
Der Ort wurde bereits 1298 erstmalig urkundlich erwähnt. Durch die Lage direkt an der Mündung der Peene in den Greifswalder Bodden war bereits in der Vergangenheit neben der Schafthaltung und dem Ackerbau der Fischfang und die Fischverarbeitung erster Erwerbszweige der Freester. Zur schnelleren Vermarktung des Fisches im Binnenland erhielt die Gemeinde 1897 einen Anschluss an die Kleinbahnstrecke Greifswald–Wolgast. 1889 wurde hier die erste Bootswerft gegründet, die im gesamten Bereich des damaligen Pommerns einen hervorragenden Ruf bei Schiffsneubauten und –Reparaturen besaß..
Die Fischerei ist auch heute ein wichtiger, wenn auch schwindender Wirtschaftszweig in Freest. Die Fischer haben die 1960 gegründete Fischereiproduktionsgenossenschaft im Jahr 1990 in eine eingetragene Fischereigenossenschaft umgewandelt, der Hafen wurde modernisiert und die 26 farbigen „Fischerhütten“, die die Kaikante heute säumen, erinnern ein wenig an kleine Fischereihäfen in Skandinavien und bieten ein besonderes maritimes Flair.
Vermutlich gibt es Fisch nirgendwo frischer, als direkt am bzw. vom Kutter gekauft.
Direkt im Ort befindet sich in Freestdie älteste Fischräucherei Vorpommerns, an vielen „Fischerhütten“ werden kleine Räucheröfen betrieben und in einer betriebseigenen Verkaufsstelle der Genossenschaft wird ebenfalls fangfrischer Fisch, verarbeitet zu küchenfertiger Ware und Filets, sowie Räucherfisch angeboten – aus eigener Produktion.
Selbstverständlich bieten die ortsansässigen Restaurants ebenfalls eine große Auswahl an Fischgerichten.

Vielfältige Angebote für Wassersportler und Camping- und Heimatfreunde
Der neugestaltete Hafen ist nicht nur Fischereihafen, sondern auch für Wassersportler mit kleineren oder größeren Booten ein lohnenswerter Anlaufpunkt. Es befinden sich Gastliegeplätze längsseits innerhalb der nördlichen Außenmole, Liegeplätze im Werfthafen der Bootswerftsowie Liegeplätze für Gäste im Vereinshafen der SGS Freest. Auch im Fischereihafen werden nach Absprache Liegemöglichkeiten angeboten, wenn Plätze verfügbar sind.
Seit 1999 ist das Seenotrettungsboot „Heinz Orth“ der DGzRS im Fischereihafen Freest stationiert und auch das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund nutz den Freester Hafen als Lotsenaußenstation für das Lotsenbootfür die O-Ansteuerungen des Greifswalder Bodden, in den Strelasund und nach Stralsund.

Von Freest über Kröslin gibt es eine regelmäßige Fährverbindung nach Peenemünde und zurück mit einer Fahrrad- und Personenfähre von Mai bis Oktober. Ebenfalls von Mai bis Ende Oktober bestehen von Freest aus die Möglichkeiten der Fahrten auf die Greifswalder Oie sowie auf die alte Lotseninsel Ruden.

Freest bietet auch für Campingfreunde, egal ob diese mit dem Wohnmobil, mit Caravan oder mit dem Auto oder dem Fahrrad und Zelt unterwegs sind oder gerne im Bungalow oder Miet-Caravan übernachten möchten, zwei hervorragend ausgestattete Campingplätze. Beide liegenteilweise inmitten eines lichten Kiefernhochwaldbestandes und auf einer naturbelassenen Waldwiese mit einem direkten Strandzugang, direkt angrenzend am Naturschutzgebiet „Peenemündung“ mit Blick auf die einmalige Naturwelt von Peenemündung, Greifswalder Bodden und Ostsee.
Der knapp einen Kilometer entfernt liegende Strand direkt an der Peene hat wegen seiner Lage ein eher ruhiges und flaches Wasser. Damit ist er besonders geeignet für einen Badeurlaub mit kleinen und kleineren Kindern.
Am Ortsausgang von Freeest in Richtung Spandowerhagen befindet sich die Freester Heimatstube. In dem bis zur Wende als NVA-Stützpunkt genutzten ehemaligen Zollhaus sowie auf den Freiflächen werden viele Gegenstände des täglichen Lebens aus vergangenen Zeiten ausgestellt.
Zu den bekanntesten Exponaten in der Heimatstube zählen jedoch die Freester Fischerteppiche. Angefertigt von Einwohnern der Gemeinde erzählt jeder Teppich seine eigene Geschichte. Dabei handelt es sich um handgeknüpfte, schafwolleneTeppiche mit maritimen Motiven aus der ls Als Pommerschen Fischerteppiche wurden sie anfänglich im Nebenerwerb von Fischern entworfen und geknüpft. Wegen ihres ursprünglichen Entstehungsortes, dem Fischerdorf Freest, bürgerte sich der Begriff Freester Fischerteppiche im Laufe der Jahre ein

Für den Urlauber, der die ländliche Idylle und die Natur liebt, findet sich hier zwischen Kieferwäldern, zwischen Wiesen und am Peenestrom genau den richtigen Urlaubsort.

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