Schneespaß das ganze Jahr – auch auf norddeutsche „Skipisten“

Schneespaß das ganze Jahr – auch auf norddeutsche „Skipisten“

Da uns der Winter 2016 bisher noch nicht mit Schneefall im Norden verwöhnt hat.

Hier eine Liste der Norddeutschen Skipisten Indoor und was Sie dort zu erwarten haben

Schneefall im Juni, frühlingshafte Temperaturen zum Jahreswechsel, Überschwemmungen nach Starkregen, Tornados, die Spuren der Verwüstung hinterlassen, Hagelkörner mit der Größe von Golfbällen – solche und ähnliche Wetterphänomene haben in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Unbestritten sind diese Wetterkapriolen direkte Folgen des Klimawandels.

Klimawandel und Auswirkungen auf den Wintertourismus
Im Mittelpunkt des Wintertourismus stehen das Skifahren und das Snowboarden, die auf sichere Schneeverhältnisse angewiesen sind.
Aber auch die Alpengletscher tragen erheblich zur Attraktivität der Landschaft bei. Ihr Rückzug infolge des Klimawandels und die damit verbundene Abnahme der Schneedecke sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Ausdehnung sind die sichtbarsten Zeichen der Veränderungen.
Auch das Abschmelzen der Gletscher nimmt den Wintersportgebieten z.B. in den bayrischen Alpen und in Österreich viel von ihrem Reiz.
Als „schneesicher“ gilt ein Gebiet gilt in den Alpen, wenn an wenigstens 100 Tagen in jeweils 7-8 von 10 Jahren eine Schneedecke von wenigstens 30 cm liegt, und dies möglichst im Zeitraum von Mitte Dezember bis Mitte April, weil nur dann die Auslastung der Skianlagen groß genug ist, um die erheblichen Aufwendungen für den Wintertourismus rentabel zu machen. Gegenwärtig liegt die untere Grenze der Schneesicherheit in den Alpen bei ca. 1200 m Höhe.
Die Erwärmung um durchschnittlich 3 °C reduziert die Dauer der Schneedecke um etwa einen Monat, wodurch sich die Schneesicherheit z.B. in den Zentralalpen um 300 m und in den Voralpen um 500 m nach oben verschieben. Die Folgen für Wintersportgebiete unter 2500 m sind erheblich. In der Schweiz werden die Orte mit Schneesicherheit von heute 84% auf 44% zurückgehen. In Italien gibt es heute schon erhebliche Probleme mit ausreichendem Schnee für die Wintersaison, da hier die Hälfte aller Wintersportorte unter 1300 m liegt. Probleme ergeben sich auch in Österreich, hier liegen die meisten Wintersportorte unterhalb von 2500 m, manche bekannte Zentren wie Zell am See oder Kitzbühl sogar nur zwischen 600 und 900 m.

Kein Ende für Skifahrer und Snowboardfahrer !
Skifahrer leiden an den Folgen des Klimawandels, ihnen bleibt einfach der Schnee weg. Also ein AUS für den zukünftigen Wintersport? Mitnichten!
Nicht nur hier in Deutschland sind in den vergangenen Jahren Ski-Hallen entstanden. Diese Ski-Hallen bieten Schneespaß über das ganze Jahr– und das mit einer „Schönwetter“-Garantie. Neblige Tage mit dichtem Schneefall werden die Wintersportler hier nicht erleben. Freunde des Wintersports haben nicht immer Zeit habe für einen längeren Urlaub,
manchem ist die Zeit bis zum nächsten Winterurlaub noch zu lange hin, andere suchen Möglichkeiten des Aufwärmens vor dem nächsten Skiurlaub. Für all das ist die Ski-Halle die perfekte Lösung und zudem erheblich preiswerter als ein richtiger Skiurlaub. Hier findet man alles an einem Ort: Abfahrtsstrecken, Übungshänge und Fun-Parks, ergänzt mit der Möglichkeit des Skiverleihs, der Einkehr auf der Almhütte und Après-Ski am Ende des Tages – und das an 365 Tage im Jahr.

Eldorado für Wintersportler auch in Norddeutschland
Das Schneevergnügen unter dem Hallendach ist in Deutschland an 6 verschiedenen Standorten möglich.
Da wäre zunächst die Jever Fun Ski-Halle in Neuss, die am 04.01.2001 als erstes Indoor-Skigebiet Deutschlands mit einer Hauptpiste von 300 Metern eröffnet wurde und mit einem Hang mit einem sanften Gefälle von 10 bis 28 Prozent sowie einen steilen Teil im Oberhang sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen ein alpines Ambiente bietet.
Ebenfalls im Jahr 2001 wurde das Alpincenter Bottrop eröffnet. Es hat mit 640 Metern die längste Ski-Hallen-Piste Deutschlands. Diese hat ein Gefälle von bis zu 24 %.
Für sportlich ambitionierte Langläufer empfiehlt sich dieDKB-Skisport-HALLEim thüringischen Oberhof. Sie wurde am 1. September 2009 offiziell in Betrieb genommen und ist die erste und bislang einzige Skilanglauf- und Biathlonhalle, die auf fast 2km Länge für Leistungs- und Breitensportler ein abwechslungsreiches Streckenprofil mit Steigungen und Abfahrten von bis zu 12% anbietet.
Als kleinste Ski-Halle Deutschlands gilt das Snowtropolis in Senftenberg in der Lausitz, die im März 2003 eröffnet wurde. Mit einer 130 Meter lange Abfahrt mit einem unterschiedlichen Gefällen bis zu 25 Grad bietet sie Wintersportlern jeder Art verschiedene Schwierigkeitsstufen

Im Herzen der norddeutschen „Ski-Gebiete“ sei zunächst der SNOW DOME in Bispingen zu nennen. Eröffnet am 21. Oktober 2006 wurde dieser vorübergehend am 31. März 2013 geschlossen und im November 2013 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten u.a. mit dem Ziel, die hohen Energiekosten zu senken, wieder eröffnet worden. Die Piste hat eine Länge von etwa 300 m und eine Breite von bis zu 100 Metern.Das Gefälle beträgt zwischen 20 % (oben) und 9 % (unten).
Das zweite „norddeutsche“ Ski-Gebiet befindet mit dem Alpincenter Hamburg-Wittenburg nur ca. 80 Kilometer von Hamburg entfernt. Am 8. Dezember 2006 unter dem Namen „Snow Funpark“ eröffnet wurde nach Insolvenz des Betreibers im Juni 2008, einem Eigentümerwechsel und der Beseitigung baulichen Problemen (Statik) die Halle als „Alpincenter Hamburg-Wittenburg“ am 24. September 2011 wiedereröffnet. Bereits im Dezember 2010 verkaufte die Bank die Ski-Halle an das Unternehmen Van der Valk. Die Halle verfügt über eine Pistenfläche von 30.000 m², die Hauptpiste besitzt eine Länge von 330 Metern sowie eine Breite von 80 Metern bei einer Höhendifferenz von 57 Metern mit einer steilen Abfahrt mit einem Gefälle von bis zu 31 Prozent, die auch extra vereist werden kann. Zusätzlich ist hier eine Halfpipe mit einer Größe von 13×18×5 Metern im Inneren installiert.

Ehrgeizige Ziele in Dänemark – die größte Ski-Halle der Welt
Äußerst anspruchsvolle Ziele sind gegenwärtig aus unserem Nachbarland Dänemark zu lesen: In der Hafenstadt Randers in Ost-Jütland, nur etwa zweieinhalb Auto-Stunden nördlich von Flensburg, soll der „Skidome Denmark“ entstehen – die größte Skihalle der Welt! Mit 100 000 Quadratmeter soll die Anlage sechs Indoor- und zwei Outdoor-Pisten mit einer Gesamtlänge von 3,02 Kilometern beinhalten, außerdem einen Freestyle-Park, ein Hotel, ein Restaurant, Bars und diverse Geschäfte. Auch das Design ist gigantisch: Aus der Luft erinnert die Halle an eine sechsarmige Schneeflocke! Die Pisten befinden sich in riesigen Bögen, deren höchster Punkt 110 Meter über dem Boden liegt,und die sogar den nahe gelegenen Fluss Gudenå überspannen.
Die Planung sieht eine Eröffnung des Skidome im Jahr 2016 vor, ob dann aber in der gigantischen Schneeflocke schon „Ski und Rodel gut“ sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

Egal, wo Sie sich winterlichen Freuden hingeben – indoor oder outdoor –möge der Spaß an der Freude immer an erster Stelle stehen.

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