Kieler Werft baut Superschiffe

Kieler Werft baut Superschiffe

Während auf der zu Ende gegangenen Kieler Woche mit insgesamt 3,8 Millionen Besucher ein neuer Rekord aufgestellt wurde, die um die Förde bei den verschiedenen Veranstaltungen auf der Kiel-Linie, bei den Segelregatten, bei „Open Ship“ der Marine oder bei der Windjammerparade dabei waren, wurde auf dem gegenüberliegenden Seite der Förde, auf dem Gelände der Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) ein neues Kapitel Schiffbaugeschichte geschrieben:
Dort wurde dort mit dem Bau von zwei U-Booten mit einer Länge von etwa 70 Meter begonnen, die als die bislang größten U-Boote mit Brennstoffzellen gelten, die je dort gebaut wurden. Auftraggeber der U-Boote ist Singapur, das sich den Bau in Verbindung mit einem Ausbildungs- und Logistikpaket rund 1,4 Milliarden Euro kosten lässt. Die Kieler Werft (ehemals HDW) gehört beim Bau von nichtatomaren U-Booten zur Weltspitze.

Aber nicht nur im militärischen Schiffbau ist die Kieler Werft ein gefragter Auftragnehmer: Seit März 2012 wird hier das zurzeit größte Segelschiff der Welt, die „White Pearl“ gebaut. Das Segelschiff, das der russische Oligarch und Milliardär Andrey Melnichenko in Auftrag gegeben hat, wird eine voraussichtliche Länge von 140 Metern haben und ist damit nur geringfügig kleiner als die Rekordlänge des deutschen Frachtenseglers, des Fünfmastvollschiffes „PREUSSEN“ der Reederei F. Laeisz, mit 147 Metern. Von besonderem Interesse für den See- und Schifffahrtsinteressierten dürfte dabei die Tatsache sein, dass auf der „Weißen Perle“ drei riesige, bis zu 120 Meter lange, aus einem Verbundwerkstoff gefertigte Masten eingebaut werden, deren Planung und Bau in Kompositbauweise fast drei Jahre gedauert hat. Der Aufbau der Masten soll in den Sommermonaten bis September erfolgen. Danach wird das Segelschiff mit der See-Erprobung beginnen.
Und vielleicht wird man sie dabei auch einmal an den Küsten Schleswig-Holsteins zu Gesicht bekommen, zu übersehen wird sie auf keinen Fall sein: Mit ihrer Vermessung wird sie die „Maltese Falcon“ mit 90 Metern als bisher größte private Segelyacht weit hinter sich lassen und auch die
„Gorch Fock“ mit einer Länge von gerade einmal 89 Meter oder die russische Viermast-Bark „Sedov“ mit 118 Meter können hier nicht mehr mithalten.

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