Nationalpark Wattenmeer

Der Nationalpark Wattenmeer ist der zweitgrößte Nationalpark Deutschlands. Auf einer Fläche von ca. 345.000 Hektar kann man die einzigartige Landschaft und Natur dieses Gebietes erkunden. Ziel des Parks ist es, den Lebensraum der Tiere und Pflanzen so natürlich wie möglich zu erhalten. Die Vielfalt aller hier vertretenen Arten soll gepflegt werden. Der Besucher findet Dünen, Sandbänke, Watt, Priele und Salzwiesen vor.

Wie entstand dieser Nationalpark?
Im Jahre 1983 traf sich der damalige Ministerpräsident Albrecht u.a. mit Vertretern der Norddeutschen Naturschutzakademie. Ziel war die Planung und Entstehung eines im gesamten Wattgebiet, inbegriffen die Inseln. Schließlich trat im Dezember 1985 die Verordnung über den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ in Kraft. Ca. 240.000 Hektar umfasste damals die Fläche. 2001 gab es erneute Verhandlungen mit den Kommunen. So wurde eine Neufassung des Gesetzes erarbeitet. Jetzt gehörten neue Flächen wie am Dollart oder die Küste bei Cuxhaven nördlich der Insel Borkum dazu. Nun ersteckte sich die Gesamtfläche schon auf 288.000 Hektar. 2010 wurde die Fläche bisher das letzte Mal verändert. Zum Nationalpark gehören neu die seeseits an den Park angrenzenden Naturschutzgebiete. So zählen mittlerweile ca. 345.000 Hektar zum Nationalpark Wattenmeer.

1993 hat die UNESCO den Park zum Biosphärenreservat ernannt in den Grenzen von 1986. Seit 2009 darf sich dieser Park auch noch mit dem Titel Weltnaturerbe schmücken.
Will man den Naturpark Wattenmeer besuchen, sollte man wissen, dass es eigentlich drei Bereiche gibt: Den Schleswig-Holsteinischen, den Niedersächsischen und den Hamburgischen. Egal wo man sich befindet, zu entdecken gibt es überall viel.

Im Schleswig-Holsteinischen Nationalpark sollte man sich auf keinen Fall das Schauspiel der Vogelzüge im Frühjahr oder Herbst entgehen lassen. 12 Millionen Vögel machen hier auf ihrem Flug im Wattenmeer Rast. Seehunde und Kegelrobben haben im Gebiet ihren angemessenen Lebensraum gefunden. Übrigens wohnen in diesem Teil des Parks nur drei Menschen ganzjährig, u.a. ein Wasserhausehepaar. Im Sommer zieht es dann Vogelwarte, verschiedenen Praktikanten und natürlich die Touristen hierher. Ein Ausflug nach Husum ins Pole-Poppenspäler-Museum bietet sich geradezu an.

Im Hamburgischen Teil kann man zu den Seehundebänken spazieren und die Tiere aus der Nähe betrachten. Wunderschön ist auch ein Ausflug mit dem Wattwagen zu den blühenden Salzwiesen.

Schließlich im Niedersächsischen Gebiet kann man neben dem Naturerlebnis auch einen Blick auf die Inseln Borkum und Baltrum werfen. Auf Baltrum im Alten Zollhaus befindet sich eine Dauerausstellung zum Thema Nationalpark. Von dort kann man auch geführte Wanderungen buchen. Cuxhaven mit seinem Wrackmuseum liegt auch nahe.

1 Kommentar

  1. Ode an die Nordsee

    Gefangen auf Salzwiesen
    Gewickelt in windbandagen
    zwischen zwei meeren
    kann und muß mich dagegen nicht wehren!
    der möwen elegantes gleiten
    öffnet die fesseln auf beschwingte weiten

    dort wo auf der durchreise millionen zugvögel stärken sich
    am buffet des watt.
    Macht mich das schmatzen der gezeiten nimmersatt.

    Tide!:
    Zu tanzen deinen hüftschwung macht lebenstüchtig
    dein wind-launisches wechselspiel lebenssüchtig.

    In gelehrter dialektik spülen deine wellen die essenz des lebens aus aller welt Mit sich
    Stranden sie und ziehen sich wieder fort.
    Zu bleiben verspricht jedem wechselreichen seelenhort

    Tide!:
    deine vielfalt,sie ist die fessel des grau-schwarzen schlicks
    zerzaust teile ich mit wattwurm und plattfisch
    jeden abenteuer -trunkenen hicks.
    und hocke mich zu den austernfischern an den gedeckten tisch.

    Tide!:
    Der wind treibt dich auch zu fluten hallig und küsten land unter
    Zu erhalten das leben der natur munter
    verführt sonne- und mond-spiegel zum tendelnDein sanftes pendeln.

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