Norderney

Norderney

Norderney gehört zum Bundesland Niedersachsen und ist eine der ostfriesischen Inseln. Demzufolge liegt Noderney in der Nordsee und ist mit knapp 26 km² Fläche nach Borkum die zweitgrößte Insel der Inselgruppe. Der gesamte Ostteil der Insel  und mit den einzelnen Bereichen der Mitte mehr als 80 % der Inselfläche sind dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zugehörig. Auf der Insel leben etwas weniger als 6000 Einwohner.

Im 19.Jahrhundert versuchte man auf Norderney Gerste und Getreide anzupflanzen, was aber aufgrund des mangelnden Ertrages wieder eingestellt wurde. Wegen der Zugehörigkeit zum Nationalpark werden im Ostteil keine landwirtschaftlichen Felder mehr bestellt, doch gibt es nachwievor eine kleine Viehwirtschaft. Während die Landwirtschaft in Norderney an Bedeutung verlor, stieg die Wichtigkeit des Tourismus und Norderney als Reiseziel für Besucher aus aller Welt.

 

Historische Entwicklung der Insel

Das erste Mal wurden die Ostfriesischen Inseln im Jahre 12 vor Christus von Strabon, einem griechischen Geographen erwähnt. Zwischen 1350 und 1464 gehörte die Inselgruppe zum Herrschaftsgebiet der Familie „tom Brok“ aus dem Brookmerland. Zwischen 1464 herrschten die Familie „der Cirksena“ über die Insel, welche Landvögte waren.

wappen-norderneyAm 11.September 1398 wurde Norderney das erste Mal namentlich erwähnt. Herzog Albrecht von Bayern verzeichnete die Insel in einer Lehnsurkunde. Eigenständig ist Norderney aber erst seit dem 16.Jahrhundert. Während des 13.Jahrhunderts begann die Besiedelung der Insel. Die damals lebenden Menschen lebten von der Fischerei, dem Ackerbau und der Viehwirtschaft. Im 17.Jahrhundert befand sich die Insel unter preußischer Fremdherrschaft.

Der Höchststand im Hinblick auf die Einwohnerzahlen erreichte Norderney 1948 mit etwa 8000 Einwohner. Durch Landflucht sank die Zahl auf aktuelle 6000 Einwohner. Da viele alte Menschen Norderney als ihren Alterswohnsitz auserwählen, ist die demographische Struktur der Insel entsprechend verteilt.

 

Klimatische Bedingungen

Die Insel besitzt die typischen klimatischen Bedingungen der Nordseeinseln. Geringe Schwankungen der Temperaturen paaren sich mit einem hohen Niveau an Luftfeuchtigkeit. Im Vergleich zu den Durchschnittstemperaturen auf dem Festland erzielt Norderney im Sommer Werte unter dem landesweiten Durchschnitt und im Winter oberhalb der Durchschnittsgrenze. Klimaprägend ist vor allem der Südwestwind, welcher über die Tiefdruckgebiete Islands und Grönlands gebildet wird. Deswegen sind vor allem im Frühling und im Herbst starke Stürme sehr häufig. Die wärmsten Monate auf Norderney sind Juli und August mit einem Mittelwelt von 18°C. Im Januar ist es mit 1,1°C im Schnitt am kältesten im Jahr. Im Jahresmittel wird ein Wert von 8,7°C erzielt.

 

Der Nationalpark

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erstreckt soch vom Dollart über die Emsmündung bis tief in den Osten der Insel. Die Ausstellung des Nationalparks hat den Schwerpunkt Watt als Lebensraum, sowie Salzwiesen und Dünen. Die gesamte Insel ist – mit Ausnahme des Flughafens und der Siedlungsgebiete – Teil des Nationalparks, zu denen auch die Badestrände (als Schutzzonen) zählen.

Durch das Wattenmeer sind vor allem Zugvögel und Wasservögel sehr häufig auf der Insel anzutreffen. Neben den heimischen Wildtieren wie Kaninchen und Rehe sind darüber hinaus auch noch Seesterne und sämtliche Arten von Muscheln an den Stränden der Insel anzutreffen.

 

Weiterführende Informationen:

Bildnachweis: © Martina Topf – Fotolia.com

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