Ein Offshore Hotel in der Nordsee

Ein Offshore Hotel in der Nordsee

 

Das Offshore Hotel im Windpark DanTysk

Was sich in der 2. Juni-Woche in der Nordsee ereignete, hörte sich ein ganz klein wenig nach Jules Verne an: Im Offshore-Windpark Dan Tysk, etwa 70 Kilometer westlich von Sylt, wurde im Auftrag des Betreiberkonzerns Vattenfall eine Offshore-Wohnplattform montiert mit der mitten auf der Nordsee das erste „Hotel“ steht .

 

Allerdings wird es nicht der Erweiterung von komfortablen Übernachtungsangeboten für Urlauber und Touristen dienen, sondern wird eine zweckmäßige und sichere Unterkunft für das Bau- und Montagepersonal sowie die Service-Ingenieure der Offshore Windparkanlagen auf See sein.

Vorausgegangen war im Auftrag des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall die Errichtung einer ca. 2.500 Tonnen schweren Wohnplattform durch die Werft Nobiskrug in Kiel, die dann im Herbst des vergangenen Jahres zur Fertigstellung nach Emden geschleppt wurde, wo das „Hotel“ seine Inneneinrichtungen und die erforderliche Elektrik erhielt. Gleichzeitig wurde im benachbarten „Nordseewerke Emden Shipyard GmbH“ der ostfriesischen Hafenstadt bereits das 1.300 Tonnen schwere Fundament für die Wohnplattform, das sogenannte Jacket, fertig gestellt.
Zunächst wurde jetzt das Jacket auf der vorgesehenen Position in der dort 25 Meter tiefen Nordseefest betoniert, so dass danach auf einem Ponton die die Offshore-Wohnplattform Dan Tysk OAP ebenfalls in das Seegebiet gebracht werden konnte. Das unter zypriotischer Flagge fahrende Spezial- und Errichterschiff „Stanislav Yudin“ hat die Wohnplattformsicher auf das Stahlfundament gesetzt, so dass vermeldet werden konnte: „Stahlkoloss wurde erfolgreich im Windpark Dan Tysk aufgebaut“

Was hat das Hochsee Hotel gekostet

Nach Auskunft von Vattenfall belaufen sich die Kosten für dieses Projekt, das im August dieses Jahres in Betrieb gehen soll, auf fast 100 Millionen Euro. Trotz dieser erheblichen Investitionssumme geht man jedoch davon aus, dass sich unter dem Strich die Ausgaben rechnen und die Betriebskosten gesenkt werden können: Für die Wartung der 80 Windturbinen im „DanTysk“ und die bis 2017 fertigzustellenden 72 Anlagen des Offshore-Windparks„Sandbank“ können die Offshore-Monteure sowie die Betriebs- und Servicemitarbeiter dann zukünftig auf den etwa 90 Kilometer langen Anfahrtsweg vomOffshore-Stützpunkt im dänischen Esbjerg mit Hubschrauber oder Transportschiff verzichten.

Stattdessen befinden sie sich über eine Schichtzeit von 14 Tagen in ihrem „Hotel“, der Plattform mit den insgesamt sechs Decksund den sicheren Arbeitsbedingungen an 365 Tagen im Jahr. Die Wohnplattform bietet Platz für bis zu 50 Betriebs- und Servicemitarbeiter, die in Einzelzimmern mit einem herrlichen Blick 20 Meter über dem Meeresspiegel wohnen und schlafen. Vorgesehen ist auch die Tätigkeit von Frauen an Bord, für die abgetrennte Wohn- und Sanitärbereiche vorgesehen sind.
Auch an eventuelle Notfälle wird gedacht: Die Bewohner der Offshore- Wohnplattform können dann über eine Rampe zum benachbarten Umspannwerk gelangen, wo ein Landedeck für Hubschrauber eingerichtet ist. Und natürlich stehen zusätzlich stehen Rettungsboote als eine weitere Fluchtmöglichkeit bereit.

Der Offshore Windpark DanTysk, westlich der Insel Sylt und direkt an der Grenze zu Dänemark, ist einer der ersten großen Meereswindparks die in der deutschen Nordsee gebaut wurden. Die beiden Energieunternehmen Vattenfall und Stadtwerke München leisten hier mit dem Windpark DanTysk gemeinsam einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Energiewende in Deutschland, sollen doch die insgesamt 80 Windturbinen bis zu 400.000 Haushalte mit grüner Energie versorgen.

 

Für mehr Informationen und vorallem Bilder und Videos folgen Sie dem Link zur offiziellen Seiten von Dan Tysk. Viel Spaß mit den Technischen wunderwerken von Heute in unsere alten Nordsee.

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