Wahl zum Schönsten Naturwunder Deutschlands 2017

Wahl zum Schönsten Naturwunder Deutschlands 2017

 

Die Salzwiese auf der Hamburger Hallig – unsere Kandidatin zur Wahl „Schönstes Naturwunder Deutschlands 2017“

 

Wie bereits seit vielen Jahren wird auch für das Jahr 2017 durch die  „Heinz Sielmann Stiftung“ und EUROPARC Deutschland e. V., dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, der den deutschen Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks und Wildnisgebieten eine gemeinsame Stimme verleiht, eine Wahl zum schönsten Naturwunder durchgeführt.

Die Organisatoren möchten auch in diesem Jahr  mit der Wahl auf außergewöhnliche Naturphänomene vor der eigenen Haustür und in den Urlaubsregionen Deutschlands aufmerksam machen.
 

21 Bewerber  zum Thema „Wilde Wiesen und Weiden“

Ging es bei der Wahl zum „Schönsten Naturwunder Deutschlands“ im vergangenen Jahr darum, die  schönste Wildnis Deutschlands zu küren (wir erinnern uns gerne daran, dass dabei mit immerhin mit 30,92 % aller abgegebenen Stimmen das Wattenmeer im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer den 1. Platz belegte), so geht es in diesem Jahr um das Thema „Wilde Wiesen und Weiden“.

Unter dieser Thematik sind insgesamt  21 ganz verschiedene Feuchtwiesen, Salzwiesen, Trocken- und Halbtrockenrasen, Bergwiesen, Fettwiesen, Streuwiesen sowie Streuobstwiesen in allen Teilen unseres Landes ausgewählt worden – u.a. im Nationalpark Bayerischer Wald, im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, im Nationalpark Eifel, im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, im Naturpark Erzgebirge/Vogtland im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee bis hin zum UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen – um nur einige zu nennen.

Bei der Wahl zur Thematik „Wilde Wiesen und Weiden“ als schönstes Naturwunder Deutschlands im Jahr 2017 ließen sich die „Heinz Sielmann Stiftung“  und EUROPARC Deutschland e.V. gemeinsam davon leiten, dass unsere Natur- und Kulturlandschaften eine Fülle solcher Wiesen und Weiden aufweisen, die traditionell vom Menschen geschaffene Ökosysteme sind und die durch eine regelmäßige Nutzung im Gleichgewicht gehalten werden. Außerdem finden sich aber auch noch einige wenige natürliche Standorte. Je nach Ausprägung und Nutzung entwickelt sich auf den Flächen dieser  Ökosysteme ein großes Spektrum an mehrjährigen Gräsern, Kräutern und Wildblumen, von denen viele Individuen als Lebensgrundlage profitieren und die für Wanderer und Erholungssuchende einfach „nur“ schön sind.

 

Mit dabei – die Salzwiese auf der Hamburger Hallig

Nach dem fulminanten Sieg des Wattenmeeres im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer als  „Schönsten Naturwunder Deutschlands“ im vergangenen Jahr ist auch für die Auswahl zum Thema „Wilde Wiesen und Weiden“ wieder eine Landschaft unserer Heimat mit dabei – die Salzwiese auf der Hamburger Hallig an der Westküste des Kreises Nordfriesland..

Was macht  dieses einzigartige Biotop zum Kandidaten zum „Schönsten Naturwunder Deutschlands“ für 2017?

Insgesamt bilden die Salzwiesen an der schleswig-holsteinischen Westküste ein sogenanntes Saumbiotop von heute noch  rund 13.410 ha. Dies ist geschichtlich gesehen aber nur ein spärlicher Rest. Auch nach der Besiedlung der Küstenregion durch den Menschen bildeten die Salzwiesen in den flachen, von Gezeiten geprägten Küstenbereichen einen schmalen Saum im Übergangsbereich zwischen Land und Meer. Salzwiesen bieten einen Lebensraum für hoch spezialisierte Pflanzen und Tiere und schützen gleichzeitig die Küste bei Sturmfluten. Sie speichern langfristig Kohlenstoff aus der Atmosphäre und tragen so zum Klimaschutz bei.

In dem salzhaltigen Boden der  einzigartigen Salzwiesen können nur Pflanzen wachsen, die mit dem hohen Salzgehalt zurechtkommen bzw. sich daran angepasst haben. Zahlreiche Insekten- und Spinnenarten sind auf diesen Lebensraum spezialisiert. Wie empfindlich und komplex dieses Ökosystem ist, zeigt sich vor allem bei den Wirbellosen. Auf, an und in diesen spezialisierten Pflanzen leben Hunderte Wirbellose, die ebenso hoch spezialisiert und auf diesen natürlichen Lebensraum angewiesen sind. Von den bisher rund 2.000 bekannten Arten kommen rund 50 % hoch spezialisiert nur in der naturnahen oder der natürlichen Salzwiese vor. Beispiel für solche endemische Arten sind der Halligfliederspitzmausrüsselkäfer oder der Strandwegerichgallrüsselkäfer von dem wiederum die Strandwegerichgallrüsselkäferlarvenwespe lebt.

Das Gebiet um die Hamburger Hallig umfasst ca. 550 Hektar Salzwiesen, die im Sommer  von den blühenden Strandastern in ein blaues Blütenmeer verwandelt werden. Und von und mit einer einzigen Strandaster leben zwischen Wurzel und Blüte beispielsweise 25 verschiedenen Insektenarten.

 

Die Salzwiesen als Nationalpark- Themenjahr 2017

Es ist sicher ein Zufall, dass die Aufstellung der Salzwiese auf der Hamburger Hallig zur Wahl für die „Schönsten Naturwunder Deutschlands“ der „Heinz Sielmann Stiftung“  genau in dem Jahr erfolgte, in dem auch die Nationalparkverwaltungen Wattenmeer aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen die Salzwiesen zum zentralen Thema für das Jahr 2017 erklärt haben. Damit wird aber das Anliegen der „Heinz Sielmann Stiftung“ und EUROPARC Deutschland

e.V. noch einmal nachhaltig unterstützt, einen ganz besonderen Lebensraum hervorzuheben, der für viele Tiere und Pflanzen unverzichtbar und durch keinen anderen Lebensraum zu ersetzen ist.

So sollten auch wir als Schleswig-Holsteiner, die auf ihre einzigartige Naturlandschaft an der Westküste zu Recht stolz sind, an der Abstimmung zur Wahl des „Schönsten Naturwunders Deutschlands“ 2017 teilnehmen und damit die Salzwiese auf der Hamburger Hallig im Ranking  weit nach vorne bringen.

Und gerne beziehen wir in diese Abstimmung natürlich auch unsere Gäste und Urlauber, unsere Wattwanderer und Vogelbeobachter, die Sonnenhungrigen an den Stränden und die Surfer auf der Nordsee  und all‘ die anderen, die sich mit Schleswig-Holstein verbunden fühlen mit ein.

Stimmen Sie hier bis zum 10.09.2017 ab.

Und wenn Sie dabei nicht Gewinner einer Kranichsafari in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen oder von 5 x 2 Eintrittskarten für die Sonderausstellung SIELMANN! im Museum für Naturkunde Berlin oder eines EUROPARC Fjällräven Rucksacks  werden – gewonnen hat auf jeden Fall unsere einzigartige Natur vor der Haustür.

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