Gute Vorsätze für das neue Jahr – The same procedure as every year

Gute Vorsätze für das neue Jahr – The same procedure as every year

Ein neues Jahr und alles wird anders und natürlich besser!

Die Silvesternacht, die Feier zum Jahreswechsel in der Familie oder mit Freunde, eine festlich-fröhliche Stimmung, etwas Alkohol und man beginnt oftmals  die enorme Willenskraft zu entwickeln, sich von alten Gewohnheiten zu verabschieden und Neues, natürlich Besseres in Angriff zu nehmen, natürlich zunächst einmal nur verbal, aber immerhin…

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel sind wohl bei vielen Menschen ein sich jährlich immer wiederholendes Ritual, das, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, oftmals leider auch ganz schnell wieder vergessen wird. Zu viel Alltagsstress, fehlende Rahmenbedingungen, fehlende Zeit oder einfach die guten Vorsätze hintenan stellen sind dann, oft schon nach wenigen Tagen, manchmal auch erst nach ein paar Wochen, die häufigsten Erklärungen oder zumindest Erklärungsversuche für eigenes Versagen in der Sache.

Die beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr

Natürlich gibt es kein Ranking der guten Vorsätze, denn viele Menschen nehmen sich aus gutem Grund etwas vor, ohne den Partner, die Freunde oder andere nahestehende Personen darüber zu informieren. Vorteil dieser Methode ist dann natürlich, wenn fehlende Motivation das bzw. die Vorhaben scheitern lassen, ist man keinem darüber rechenschaftspflichtig. Aber es gibt wohl die Vorsätze, die allgemein zu jedem Jahreswechsel postuliert werden, oft eben immer und auch immer wieder.

Dazu zählen im Prinzip natürlich nur ehrbare und rechtschaffende Absichten und Vorhaben, die im nächsten Jahr, gleich ab dem 1. Januar oder besser ab dem ersten Werktag im neuen Jahr umgesetzt werden sollen – man will ja nun auch nichts überstürzen und erst einmal im neuen Jahr „ankommen“

Da seht dann oft ganz oben „Mehr Zeit für die Familie“ – ein Vorsatz, der schon das Problem an sich beinhaltet  die „Zeit“. Im Arbeits- und Berufsalltag sind wir heute  leider nicht immer Herr unserer Zeit. Trotzdem kann man selbst dafür etwas tun, z.B. die ständige Erreichbarkeit reduzieren, den Feierabend sinnvoll „in Familie“ verbringen, freie Zeiten intensiver nutzen und gemeinsam mit der Familie und den Kindern Erlebnisse schaffen.

Ebenfalls weit oben steht oftmals der Vorsatz „Mehr Sport treiben“. Dieser Vorsatz muss nun nicht gleich dazu führen, sich innerhalb des neuen Jahres für den Hamburg-Marathon fit zu machen. In der freien Zeit z.B. mit der Familie Spaziergänge zu interessanten Orten oder Events zu unternehmen, für Besorgungen und Erledigungen nicht ausschließlich das Auto nutzen, den Aufzug mal „links liegen lassen“ und die Treppe nehmen – das wären hierfür schon gute Anfänge.

Die oben genannte „mehr Zeit für die Familie“ z.B. gemeinsam in einem Fitness-Studio verbringen, mit den Kindern einmal Tischtennis spielen oder zu dribbeln und  einige  Körbe zu werfen und dabei selbst auch ein paar Kalorien verbrennen – das Vergnügen ist ganz sicher beidseitig.

Wer es schafft, seinen „inneren Schweinehund“ zu besiegen und seinen Zeitplan entsprechend zu gestalten, kann morgens gut und gerne im  gemäßigten Tempo joggen, am besten mit Begleitung, weil aus einer festen Verabredung dann auch ein gewisser Druck zur Teilnahme (z.B. auch bei nicht so gutem Wetter) entsteht. Und nebenbei – regelmäßiges Joggen trainiert u.a. die körperliche Ausdauer, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann bei übergewichtigen Menschen beim Abnehmen helfen.

Und hier kommt ein weiterer guter Vorsatz, der bei vielen Menschen, (immerhin fast 35 %) oft noch weiter oben steht „Abnehmen“. Hier ist es natürlich vollkommen falsch, aus Fleischliebhabern sofort  ein Veganer machen zu wollen. Auch sollte man bedenken, dass eine Gewichtszunahme über die Weihnachtstage nun nicht der Grund sein muss, jetzt und sofort ein paar Kilo abzuspecken, denn merke: Der Mensch nimmt zwischen Neujahr und Weihnachten und nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu.

Also empfiehlt sich auch hier ein sinnvolles Abnehmen durch weniger essen, gesündere Ernährung und ein Weglassen der allseits bekannten Dickmacher. Und man sollte bedenken (was eigentlich jeder Mensch weiß), dass ohne grundlegende Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten uns das Körpergewicht nach einer rasanten Reduktionsdiät schnell wieder  in alten Größenordnungen und oft noch darüber begegnet  – kennen wir unter JoJo-Effekt!

Wie hält man nun gute Vorsätze durch?

Wenn man denn nun die guten Vorsätze wirklich und endlich in die Tat umzusetzen möchte, sollte man vielleicht einige Grundsätze befolgen:

Grundsätzlich ist es wichtig, sich realistische Ziele auszusuchen und diese aufzuschreiben. Dabei kommt es nicht darauf an, sich möglichst viele Vorsätze auszusuchen, sondern hier ist weniger oft mehr und vor allem sollte man sich im Klaren darüber sein, was man wirklich will, nicht was andere von einem erwarten.

Die schriftliche Formulierung der persönlichen Zielstellung(en)  sollte auf Klebezetteln (auch Haftzettel oder neudeutsch auf Post-it’s) dort erfolgen, wo man sein(e)  Ziel(e) sprichwörtlich stets „vor Augen“ hat.

Die Zielstellung(en) für die guten Vorsätze sollten auf den Klebezetteln möglichst konkret benannt sein. Allgemeine und schwammige Formulierungen sind wenig hilfreich und auch das Machbare sollte bei den Zielen nicht aus den Augen verloren werden. So ist es wenig glaubhaft und wohl kaum machbar, wenn sich ein bisheriger Sportmuffel dazu verpflichtet,  täglich zwei bis drei Stunden Sport zu machen. Besser wäre es, hier mit ein-  bis zweimal Sport pro Woche zu beginnen und dieses Pensum dann langsam zu steigern, oder die Verpflichtung, einmal in der Woche in die „Muckibude“ zu gehen.

Auch die sicher sehr ehrenhaften Ziele, abnehmen zu wollen oder weniger zu essen, sind viel zu allgemein formuliert und damit wenig praktikabel. Hier sollte man sich realistisch einschätzen und einen Zeitraum vorgeben, z.B. im kommenden halben Jahr fünf Kilo abzunehmen und damit auch seine Ernährung umzustellen.

Allerdings ist der Vorsatz, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, nur dann wirklich zu bewerkstelligen, wenn man dazu auch mental bereit ist. Hier ist es wenig hilfreich, den Zigarettenkonsum von einer Schachtel pro Tag zunächst auf 10 Zigaretten und später auf das Rauchen nach den Mahlzeiten zu reduzieren, man wird damit keinen dauerhaften Erfolg erzielen.

Nicht warten – beginnen!

Wer es mit seinen guten Vorsätzen  wirklich ernst meint, sollte sofort mit deren  Umsetzung beginnen. Bereits nach drei Tagen Aufschub sinkt die Aussicht auf Erfolg wegen zunehmend mangelnder Motivation schon deutlich.

Für die Umsetzung der guten Vorsätze sollte man sich auf jeden Fall Unterstützung durch Freunde  oder Familienmitglieder suchen. So fällt es gemeinsam leichter, die Fernsehzeit zu reduzieren und dafür mit den Kindern zu spielen oder mit dem Ehepartner einmal mehr einen Kino-oder Theaterabend zu erleben. In der Gruppe und gemeinsam macht  alles mehr Spaß und die Einhaltung von festen r Terminen  wird durch gegenseitige Motivation bedeutend leichter.

So ist die gute alte Tradition der der guten Vorsätze fürs neue Jahr nicht nur eine schöne Sache und viele Vorsätze würden uns im neuen Jahr wirklich gut tun.

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