Wangerooge

Wangerooge

Strandkörbe und Möwengeschrei an langen Sandstränden, trocken liegendes Wattenmeer, Erholung suchende Gäste und viel frische salzige Luft – das ist die Insel Wangerooge. Inmitten des niedersächsichen Wattenmeeres gelegen ist sie eine der sieben Ostfriesischen Inseln. Bei einer Fläche von 7,94 km² ist sie die kleinste der bewohnten Inseln und liegt dabei am östlichsten. Autos wird man hier vergeblich suchen. Die Insel wurde im Sinne der Ruhe und gesunden Luft zur autofreien Zone erklärt.

 

Eine kleine Insel

Die Ost-West-Ausdehnung der Insel beträgt gerade mal 8,5 km, vom Norden zum Süden sind es gar nur 2,2 km. Etwa 900 Einwohner zählt das historisch gesehen zum friesischen Jeverland gehörende Eiland, das seit 1804 Seebad ist und mit seinem Bädertourismus Kinder und Erwachsene zum Genesen einlädt. Der Tourismus ist neben dem Fischfang und der Landwirtschaft mit Viehzucht die bedeutendste Einnahmequelle der Insel. Strandkörbe laden zum Verweilen bei Wind und Wetter ein. Das Wattenmeer lockt mit Wanderrouten und Parkanlagen bieten gepflegte Grünflächen. Für Sportbegeisterte gibt es Tennis- und Squashplätze, eine Minigolfanlage oder auch ein Hallenbad mit Meerwasser. Bekannt ist das Café Pudding, das seinen festen Platz an der Strandpromenade auf einem runden Dünenhügel hat.

 

Zur Geschichte

Bereits 3000 v.Chr. sind die ostfriesischen Inseln entstanden. Ihre Geschichte ist durch die Nähe und Bedrohung des Meeres geprägt. Sturmfluten haben von Land und Menschen seit jeher Opfer gefordert. Der alte Westturm der St. Nikolai Kirche wurde 1586 durch eine solche Flut zerstört. Das Eiland gilt als labil und stark von Wind- und Meeresströmung abhängig. Dadurch hat sich die Insel verlagert und wandert gen Süden. Im 17.-19. Jahrhundert hat sie 2 km ihres Landes im Westen verloren, um im Osten etwa 4 km dazu zu gewinnen. Heute besteht sie aus den Landschaften Strand, Dünen, Salzwiese und Marsch. Es gibt ein Inseldorf und einen Flugplatz. Die Lagune, ein durch das Ausheben von Land entstandener Salzwassersee, gilt als Raststätte für Seevögel.

 

Attraktionen auf Wangerooge

Als Nordseeheilbad zieht Wangerooge jedes Jahr und zu jeder Jahreszeit Menschen an, die ihrer Gesundheit wegen verreisen. Der Urlaubs- und Kurbetrieb bestimmt das Bild der Insel. Im Naturpark darf gewandert werden und die vielschichtige Fauna bewundert werden. Der auch im Wappen der Insel prangende Westturm ist ein anderes Ausflugsziel. Er ist Seezeichen, Leuchtturm und Zufluchtsort bei Fluten. Am höchsten Punkt, genau 17 m über NN, befindet sich eine Aussichtsplattform auf einer Düne. Auch die Kirchen St. Nikolai und St. Willehad ziehen Besucher an. Im Inselmuseum lässt sich Interessantes über das Eiland erfahren und jährlich stattfindende Veranstaltungen, wie Segelregatta oder Beachvolleyballturniere, haben ihre Liebhaber bereits gefunden.

 

Weiterführende Informationen:

Bildnachweis: © rodifra | piqs.de

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