Ein Wintertag an der Nordsee

Ein Wintertag an der Nordsee

Dieser Beitrag ist von unserer Redakteurin Renate.

Es ist immer wieder beeindruckend wie viel wissenswertes über Nordfriesland und die Halleigen verbreitet wird, das alltägliche leben mittendrin kommt häufig zu kurz. Von mir darum heute etwas Alltag mit Blick auf die Halligen, kein Land unter und kein blanker Hans.

Einfach nur HEUTE: Die Nordsee und ihr Wetter riecht man an jedem Platz in ihr und an ihr.

Die Himmelsrichtungen regen, Schnee und Gewitter haben alle ihren eigenen Duft. In diesem Jahr lässt sich der Winter wieder als Langzeitgast nieder.

Er ist zwar knauserig mit Schneeduft und weißer Pracht, die spitzen schmerzlich kalter Nächte mildert die Nordsee durch Abgabe von Wärme, gespeist aus dem Golfstrom und der Sonneneinstrahlung .

Trotzdem beißt der Wind gerne mit Stößen Arktisfrisch, glasklarer Brisen.

Die Nordsee betätigt sich als Fuhrmann und zeigt dabei Zutaten für das Frühjahrs Buffet der Zugvögel ab. Wettersysteme werden hier argwöhnisch erschnuppert. Mensch und Tier halten die Nase immer im Wind.

Zur zeit scheinen sich die Zugrichtungen dieser Wettergebiete zu verlagern, Sibirien rückt südlicher vorbei und Saharawind strömt zum Eißchmelzen ins Nordmeer und an den Pol, Klimaherwärmung oder Eiszeit ?

Das Wattenmeer mit all seinen Besonderheiten und seinen Anwohnern richtet sich wachsam ein, Erfahrung, seit Generationen erprobt und mit fantasievoller Gelassenheit anpassungsfähig gestaltet.

Bestes Beispiel ist ein Igel, der sich im Herbst in unserem Gartenhäuschen einquartierte. Wohl wissend, dass er sein Winterkampfgewicht nicht erreicht hatte. Der Gastfreundschaft gewiss, nutzt er das regen- und Schneedach, die Anlieferung von abgelagertem, trockenem Baumaterial und die regelmäßige Lieferungen schmackhafter Dosennahrung. nur die Baugestaltung des Quartiers übernahm er lieber selbst.
Seit Fertigstellung ward er nicht mehr gesehen, nur ein leerer Teller zeugt von seiner Anwesenheit.
Gastfreundlichkeit wird an der Nordsee allerorten geübt ohne Plüsch und hochdeutsch, aber immer und zu jeder Tageszeit mit einem freundlich gebellten MOIN.

Ein Schwätzer, wer moin moin sagt.
Die Nordsee gibt sich derb und salzig.
Heute herrscht tiefsinniges grau, kein Lüftchen regt sich, die halleigen schwimmen, harpuniert von einem schüchternen Sonnenstrahl
verwachsen sie mit dem Meer.

Fazit:
Das ist die Lebensart des Seelenheils, nicht zu verachten dieser Platz! Oder was meint ihr?

 

Bildnachweis: © ullala | piqs.de

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